War­um benö­tigt Ihr Unter­neh­men ein Füh­rungs­leit­bild?

Ralph Strobel Allgemein

Eine gute Fra­ge, den­ke ich immer, denn die­se Fra­ge wird mir sehr häu­fig vom Manage­ment oder Per­so­nal­lei­tun­gen gestellt. „Wir haben doch ein Unter­neh­mens­leit­bild!“. Exakt, und genau damit sind wir auch schon bei der Her­aus­for­de­rung. Die­ses Unter­neh­mens­leit­bild wur­de klas­si­scher­wei­se vor Jah­ren in einem klei­nen Work­shop mit einer exklu­si­ven Anzahl von Abtei­lungs­lei­tern zusam­men mit einem Trai­ner erar­bei­tet, fein­ge­schlif­fen, auf einer Mit­ar­bei­ter­ver­an­stal­tung der Beleg­schaft prä­sen­tiert und prangt seit­dem hin­ter Glas neben dem Ein­gang der Kan­ti­ne, oder irgend­wo tief im Intra­net. Lei­der wur­de dabei ver­ges­sen, die wich­tigs­te Fra­ge zu beant­wor­ten:

Was bedeu­tet jeder ein­zel­ne Wert ganz kon­kret für mich als Mit­ar­bei­te­rin oder Mit­ar­bei­ter?

Bei­spiel: Qua­li­tät. Um eine Stra­te­gie oder ein Leit­bild so in den Köp­fen der Beleg­schaft zu ver­an­kern, dass es tat­säch­lich auch täg­lich gelebt wird, soll­ten alle auch wis­sen, was das für sie kon­kret bedeu­tet. Wenn Qua­li­tät ganz oben steht, geht jeder davon aus, dass es sich um Pro­dukt­qua­li­tät han­delt. Und was ist mit den Mit­ar­bei­tern in der Buch­hal­tung? Gilt das dann für sie nicht? Doch. Hier muss Qua­li­tät anders defi­niert wer­den, kon­kret, indi­vi­du­ell. Das för­dert die Zusam­men­ar­beit zwi­schen den Berei­chen und vor allem (neu­deutsch) das Comit­ment und das Ver­ständ­nis, war­um ich als Unter­neh­men so etwas über­haupt brau­che.

Und exakt genau so ver­hält es sich auch mit einem Füh­rungs­leit­bild, dem Leit­bild für Füh­rungs­kräf­te, wie in einem Unter­neh­men geführt wird, die Leit­plan­ken also für das Tages­ge­schäft. Ein. Füh­rungs­leit­bild beschreibt inhalt­lich die Erwar­tun­gen eines Unter­neh­mens an die Ver­hal­tens­wei­sen sei­ner Füh­rungs­kräf­te. Hier ist defi­niert, wie Mit­ar­bei­ter­füh­rung defi­niert wird. Und wenn man es gut macht, eben nicht auf „Schlag­wort-Ebe­ne“. Bei­spiel: „Wir füh­ren trans­pa­rent!“ Herz­li­chen Glück­wunsch. Und was heisst das jetzt kon­kret? Und was bedeu­tet das für die Mit­ar­bei­ter? Und auch für Sie als Füh­rungs­kraft.

Die Ent­wick­lung Ihres eige­nes, ganz kon­kre­ten Füh­rungs­leit­bilds kann in 2 bis 3tägigen Work­shop erfol­gen. Und was man nie ver­ges­sen darf: Die Ent­wick­lung ist das eine. Die Imple­men­tie­rung auf Mit­ar­bei­ter­ebe­ne das ande­re. Und ent­schei­den­de.